Wir verabschieden uns von der „AWO Begegnungsstätte“ in der Dorfschänke, Schulstr. 15, die es seit 47 Jahren dort gab.
Durch die Gründung des Jugendwerks der AWO in Sandhausen 1979 durch Fritz Reutner entstand der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt Sandhausen im Vereinshaus, welches ursprünglich u.a. eine Textilfabrik war.
Damals hatte die Familie Reutner mit anderen AWO Mitgliedern die Idee, eine Begegnungsstätte für Jung und Alt zu schaffen und Hilfe und Unterstützung in vielen verschiedenen Bereichen von Familien anzubieten.
Hilfe im Haushalt, Lebenshilfe, Hausaufgabenbetreuung, Ausflüge und Ferienbetreuung waren nur ein kleiner Teil des Zusammenseins.
Dazu kamen Seniorennachmittage mit Kaffee und Kuchen mit vielen Gesangsstunden und Unterhaltung.
Oster- und Weihnachtsfeiern fanden immer mit einem kleinen „Festessen“ stimmungsvoll statt.
Die AWO machte es mit ihren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern möglich. Leider gibt es nicht mehr viele Menschen, die mit ihren Erzählungen ein ganzes Buch mit Geschichten füllen können.
Später wurden das Internet-Café und die „NERDS“ (Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen, die Computer und Roboter zusammenbauten) integriert.
Sogar eine Line-Dance-Tanzgruppe wurde gegründet.
Im Jahr 2008 wurde im AWO Vereinshaus das erste AWO Lädle von Jonas Scheid, Markus Qreini und Angelika Vollenweider gegründet, eine Unterstützung für bedürftige Menschen in Sandhausen.
Mit ein paar Regalen an der Wand, einem Kühlschrank und gespendeten Lebensmitteln ging das AWO Lädle Sandhausen an den Start, bis wir dann 2009 in das Schulzentrum an der Friedrich-Ebert-Werkrealschule umziehen konnten.
Seitdem existiert auch das AWORADO, unser Second Hand Laden.
Nun ist es soweit, wir verlassen unsere AWO Vereinsräume in der Schulstr. 15 (Dorfschänke) mitsamt der Bücher- u. Spieleecke, die wir dort inzwischen etabliert hatten.
Dies ist kein Abschied auf Dauer. Wir haben immer Zuspruch aus Sandhausen und Gemeinden um uns herum.
Die Menschen erleben immer mehr, dass nicht alles neu gekauft sein muss, sondern dass Nachhaltigkeit „in“ ist und uns im Allgemeinen viel weiterbringt.
Wir jedenfalls, arbeiten an unserem Comeback, damit wir unsere wichtige Arbeit der Arbeiterwohlfahrt in neuen Vereinsräumen weiterführen können. Die Arbeit wird im Hintergrund weiterlaufen.
Dies ist also kein Abschied für immer, sondern nur eine kurze Unterbrechung.
Kein Lebewohl, nur ein auf Wiedersehen!